Die Hochzeit des Figaro

Von Wolfgang Amadeus Mozart
Theater Lüneburg
Musikalische Leitung, Thomas Dorsch
Inszenierung, Michael Sturm
Bühnen und Kostümbild, Stefan Rieckhoff

 

Presse

„’Die Hochzeit des Figaro‘ (…) wird zum Triumph und zum Beweis, wie kleine Bühnen Großes leisten können (…) [Michael Sturm] erzählt mit verschmitzt eingebauten Details und im Wissen, dass alles Private politisch ist, eine Geschichte voller Komik und Menschen-/Männerkenntnis. (…) So frisch das Spiel ist, so prächtig sind die Kulissen und Kostüme (…) Stefan Rieckhoffs Bühnenbild ist mehr als Kulisse, er lässt die Hofgesellschaft in paradiesischer Umgebung agieren. (…) Dirigent Thomas Dorsch achtet auf die Sänger, baut gewaltige Finale an Akt zwei und vier, und die hervorragend aufgelegten Symphoniker scheinen mit Inszenierung und Bühnenbild regelrecht zu verschmelzen. Was für ein Dreiklang!
Aber alles ist nichts ohne dieses Team. Christian Oldenburg zeigt einen überragenden Figaro, er verbindet Quirligkeit, Tiefenschärfe und singt mitreißend forsch. Franka Kraneis, ebenso spielfreudig, entwickelt eine keineswegs aufs Schönsein reduzierte Susanne: Kraneis ist dazu sängerisch eine Mozart-Idealbesetzung.“ Ulrich Kratz sang die Partie bereits 1999 und wiederholt dies nun „mit Ironie und Klasse“. „Signe Ravn Heibergs Gräfin kommt melancholisch daher, Heiberg singt mit ganz großer Stimme und herzerweichend schön. Und den immer irgendwie auftauchenden Pagen Cherubino lässt Regina Pätzer per Spiel und Stimme durch Himmel und Hölle gehen.
Bis in die kleineren, differenziert ausformulierten Partien ist die Produktion stark besetzt (…) alles Gewinner an diesem lang gefeierten Abend.“ (Landeszeitung, 18.09.2017)