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Meinungen und Austausch

Oper ist für mich das Denken und Fühlen in musikalischen Räumen, das Erzählen von Geschichten in einer sinnlich erfahrbaren poetischen Bildsprache, die Menschen auf der Bühne und im Auditorium gleichermaßen berührt, bewegt und inspiriert. Kunst kann die Wahrnehmung der Welt verändern und auf sie einwirken – daran glaube ich ganz fest. Ebenso an die Verinnerlichung und die innere Kraft eines Tones, eines Wortes, einer musikalischen Linie, es geht um Klarheit und Haltung eines Menschen auf der Bühne, zu seinem Instrument, zum Leben.

„…wir müssen eine Atmosphäre schaffen, in der Raum für Verstehen ist. Alles muss so einleuchtend wie möglich sein – natürlich innerhalb der Grenzen, die uns der Komponist gesetzt hat“.  Maria Callas

7 Comments

  1. Michael Sturm
    November 15, 2013 @ 3:23 pm

    Der BLOG ist eröffnet, seid herzlich eingeladen abzuladen. Seien es Kommentare zur Oper, zum Leben, zur Kunst, seien es Vorstellungsdaten – bei mir seid Ihr richtig. Vielen Dank dafür!

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  2. Kirsten Blanck
    November 17, 2013 @ 8:59 pm

    Du grenzenloser Idealist!!!
    In der Oper geht es – leider- nicht mehr um Musik ,Sinnlichkeit etc. ,sondern nur noch um MACHT!
    Die Oper stirbt!!

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  3. Chariklia Mavropoulou
    November 19, 2013 @ 8:36 am

    Servus lieber Michael,schön,dass es Dein Forum gibt,denn dann haben alle Idealisten eine Plattform.Die Oper stirbt nie und nur die Zentren,die die letzten Jahre das Opernheschen bestimmt haben,verlagern sich.“Hungrige“ nach Wahrhaftigkeit auf der Bühne gibt es aller Orten.Das Einzige,was meistens stirbt,sind die eigenen Ziele,doch wenn sie es nicht tuen und man mit Herz und Verstand an ihrer Realisierung arbeitet und man einen langen Atem hat und den braucht man wirklich,dann,ja dann werden Träume wahr…….hier meine Vorstellungstermine in Wien von Il Trovatore: 19.06. 2014, 21.06.2014, 25.06.2014,30.06.2014 weitere mögliche Termine demnächst.Mit einem herzlichen Servus aus Wien,Chariklia Mavropoulou

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    • Michael Sturm
      November 22, 2013 @ 10:27 am

      Danke für die Termine, klingt gut!

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  4. Michael Sturm
    März 31, 2014 @ 7:21 am

    Anwohner wollen Ruhe: Oper muss gekürzt werden

    In der Oberau darf nach 22 Uhr kein Lärm mehr gemacht werden – ausnahmslos. Deshalb musste eine Oper gekürzt werden, die vier Monate lang auf dem Ganter-Areal gespielt wird.

    Wenn das Stadttheater von heute an für vier Monate auf dem Ganter-Areal im Stadtteil Wiehre spielt, dann muss es sich in vielen Bereichen umstellen – und einschränken. Eine wichtige Einschränkung: Sämtliche Vorstellungen müssen spätestens um 22 Uhr beendet sein. Damit folgt das Theater einer Vorgabe des städtischen Baurechtsamts, das dem Bundesimmissionsschutzgesetz – ab 22 Uhr gilt Nachtruhe – folgt. Kurios auch: Damit die Polizei Bescheid weiß, wenn beunruhigte Anwohner oder Passanten sich melden, ruft Rüstmeister Raphael Weber wegen einer Schussszene vor jeder Vorstellung beim Revier an.

    Die 22-Uhr-Regelung führte soweit, dass Ludger Vollmer, der Komponist der Oper „Gegen die Wand“, zwei Tage vor der Premiere am Samstagabend Passagen aus seinem Werk streichen musste, „um die zeitlichen Vorgaben einzuhalten“. Der Berliner Komponist, der seit einer Woche in Freiburg die Proben-endphase begleitet, nahm’s gelassen: „Ich bin inzwischen cool, wenn solche Veränderungen stattfinden.“ Schon zu Beginn der Hauptprobe am Donnerstag hatte Operndirektorin Dominica Volkert an alle Mitwirkenden appelliert: „Wir müssen um 22 Uhr fertig sein, sonst rappelt’s im Karton.“ Man liege „haarscharf“ an der zeitlichen Grenze.

    Dass das Theater auf dem Brauerei-Gelände um 22 Uhr Schluss machen muss, hat nichts mit aktuellen Vorfällen zu tun, sondern mit Beschwerden von Oberau-Anwohnern – speziell einer Nachbarin – bei früheren abendlichen Veranstaltungen bei Ganter. Man nehme die Befindlichkeiten der Anwohner sehr ernst und versuche, mit den Nachbarn ins Gespräch zu kommen; auch der Bürgerverein sei eingebunden worden.

    Wegen der Lärmproblematik müssen alle Besucherinnen und Besucher sowie die Theatermitarbeiter das Gelände unmittelbar nach der Vorstellung über den Haupteingang an der Schwarzwaldstraße verlassen. Um einen guten Kontakt zu seinen neuen Nachbarn aufzubauen, hatte das Theater die Anwohner für gestern Abend zur Generalprobe von „Gegen die Wand“ eingeladen.

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    • Michael Sturm
      April 10, 2014 @ 9:33 am

      Gemacht – getan! Zu streichen ist nie einfach in der Endphase eines Arbeitsprozesses, doch schnell stellte sich heraus, dass die Eingriffe sogar dramaturgisch gut und richtig waren. Alles also nicht dramatisch. Denn letztendlich haben alle gewonnen: der Abend und die Nachbarn!

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  5. Michael Sturm
    Mai 13, 2014 @ 8:23 am

    Grandioses Ballett in Trieste gesehen: Strawinsky´s Sacre interpretiert vom Maribor SNG Balet, der Choreograph zum Merken heißt: EDWARD CLUG! Ein archaisches Spektakel auf dünner Wasserfläche, verursacht durch einen „Frühlingsregen“ aus dem Schnürboden. Unbedingt googeln! Das Ensemble reist durch Slowenien, Kroatien, ist zu Gast in Italien, warum nicht bei uns? Es zeigt, wozu Cooperationen sinnvoll sind.

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